Küstenakademie

 

Global denken – lokal handeln: Nach dieser Maxime begannen wir, im ländlichen Raum zwischen Bremerhaven und Cuxhaven eine Küstenakademie aufzubauen.

Unsere Küstenakademie widmet sich der politischen, umwelt- und arbeitsweltbezogenen Bildung. Mit ihr wollen wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Rand der Gesellschaft und alle [kommunal-]politisch, sozial und ökologisch Interessierten ansprechen.

Für den Erwerb eines geeigneten Hauses sind wir dabei, die finanziellen Hürden zu meistern. Über unseren Trägerverein sichern wir uns die nötige lokalpolitische Unterstützung in der Gemeinde Dorum und dem Landkreis Cuxhaven.

Das alte Herrenhaus, in dem die  Küstenakademie ursprünglich ihren Sitz haben sollte, wurde Ende 2002 leider von Kreistag Cuxhaven in einem wenig transparenten Verfahren einem privaten Investor zugesprochen.

Kontakt

Küstenakademie Dorum

Ansiedeln wollen wir die Küstenakademie in einem historischen Haus an der Wurster Nordseeküste bei Dorum. Denn bisher gibt es hier  kein Haus, das für Kindergruppen und Schüler, Studienreisen und Behinderten-Freizeiten geeignet ist. Durch Renovierung und Betrieb solch eines Zentrums wollen wir das wachsende Interesse an einem geführten Küsten- und Natur-Tourismus erfüllen. Ferner schaffen wir durch unsere Tagungskapazitäten neue Arbeitsplätze.

Als Alleinstellungsmerkmal soll sich die Küstenakademie Dorum durch ihr Angebot einer guten regionalen, vollwertigen, auch vegetarischen Küche auszeichnen.  

So sah das Objekt unserer Träume bis zum Abend des 19. August 2003 aus. Das 1840 erbaute Bauernhaus stand auf dem Cappeler Altendeich in der Samtgemeinde Wursten. Es gehört der Hermann-Allers-Stiftung und wird von der Landesstube Altendeich Wursten verwaltet. 2001 wurde es teilweise renoviert und neu mit Reet gedeckt; das Gebäude war unbewohnt.

Doch an jenem Abend brannte das Hauptgebäude bis auf die Grundmauern nieder. Ursache war eventuell eine defekte Stromleitung. Über 100 Feuerwehrleute aus sieben Freiwilligen Feuerwehren der Nachbardörfer konnten immerhin ein Übergreifen der Flammen auf die Heizöltanks und die große Scheune verhindern.


Die Landesstube will das alte Gebäude möglichst wieder aufbauen. 

Der Nordsee-Zeitung (21. 8. 2003) sagte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Neumann: „Unser Plan für den Hof sah vor, hier ein Bildungs- und Informationszentrum für den Nationalpark einzurichten. Wir müssen erst einmal abwarten, was die Versicherung sagt, dann werden wir die Pläne weiterentwickeln.“

 

Zielgruppen

Zur Zeit entwickeln wir ein vielfältiges Angebot an Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, Behinderte und ökologisch Interessierte.

In der Aufbauphase wird es handwerklich zugehen: Schülerwochen, Jugend- und Behindertenfreizeiten werden auch einen handwerklichen Charakter haben, um unser Haus auszubauen.

Konkret bereiten wir vor:  

  • Wattenmeer-Erlebnis-Wanderung zur Insel Neuwerk,

  • fahrradorientierte Reisen zwischen Watt, Marsch und Geest im Elbe-Weser-Dreieck,

  • Vogelkundliche Exkursionen: Was fliegt hier überm Watt?

  • Global denken – lokal vor den Toren Bremerhavens handeln,

  • ContainerTerminal: Versiegelung von Flächen und Naturschutz,

  • Bildungsurlaube in Zusammenarbeit mit Volkshochschulen, anderen Bildungsträgern und dem Nationalparkhaus Dorum-Neufeld,

  • Wochenendseminare,

  • Schülerwochen und Jugendfreizeiten,

  • Gesundheitsorientierte Kurse,

  • gemischte Behindertenfreizeiten,

  • Yoga und Feldenkrais-Wochenende,

  • Studienreisen per Fahrrad und Schiff in die Region mit einer Dauer von 3 bis 14 Tagen,

  • Chor-Wochenenden Musik, Theater, Kunst und Kreativ-Kurse und

  • Fortbildungsangebote in Kooperation mit örtlichen Gruppen, Vereinen und Organisationen.

 

 

Trägerverein und Vernetzung

Ende 2002 gründeten wir in Dorum den ,,Verein zur Förderung einer Küstenakademie im Land Wursten“. Er soll Träger der Küstenakademie sein. Allgemein soll er fördern, kommunale ökologische und soziale Fragen zu diskutieren und regionale Entwicklungskonzepte mit zu entwickeln. Dafür streben wir eine Zusammenarbeit an mit den Trägern der Heimatpflege, den Tourismuseinrichtungen der Samtgemeinde, dem Nationalparkamt Niedersachsen und dem Nationalparkhaus Dorum-Neufeld.

Schon jetzt veranstaltet der Verein regelmässige Arbeitstreffen mit seinen Förderern aus ganz Norddeutschland (Bremen, Göttingen, Weimar, Berlin und Lüneburg). Neben finanziellen Fragen soll der Kreis von Dozenten und Wissenschaftlern konzeptionelle Fragen der Küstenakademie und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten erörtern. Der Förderverein arbeitet eng zusammen mit 

Der Vorstand, Wolf-Dieter Klein und Florian Johanning, und die Gründungsmitglieder Barni Steinke, Ralf Henkel, Helga Lassen und Gabriele Schwuttke kennen sich alle aus längeren Arbeitsbeziehungen in den Bereichen Bildungsurlaube, soziale Projekte und Seminare.

 

Ort DORUM / Dorumersiel

Die ca. 3500 Einwohner umfassende Gemeinde - zwischen Bremerhaven und Cuxhaven nahe am Nationalpark ,,Niedersächsisches Wattenmeer“ gelegen - lebt wie fast alle Gemeinden an der Nordseeküste zu großen Teilen vom Tourismus, überwiegend vom Tagestourismus. Rund um seinen Siel- und Kutterhafen liegen etliche Pensionen und Appartementanlagen.  

Doch das staatlich anerkannt Nordseebad Dorum hat sich dem Tagungstourismus noch nicht erschlossen, verfügt nicht wie die Nachbargemeinde Wremen über eine Tagungsstätte wie den dortigen ,,Marschenhof“. Die Kapazitäten für Bildungsurlaube und Seminare, die viele Küstenorte seit ca. 25 Jahren aufgebaut haben, ist hier noch  ausbaufähig. Die Übernachtungen in Dorum haben sich in den 90er Jahren (ohne Campingplätze) auf 380.000 mehr als verdoppelt.

Die Gemeinde Dorum mit ihrem neuen Nationalparkhaus, 
dem großen Meerwasser-Wellenbad 
und nun auch seinem eigenen Leuchtturm
hätte unseres Erachtens aber gute Möglichkeiten, 
durch ein Haus für Tagungen/Seminare/Freizeiten dort aufzuschließen.

Ökologisch interessierte Gästegruppen, Natur- und Wattenmeer-Tourismus dürften in den nächsten Jahren wohl bedeutend wachsen. Die Autoren haben dazu in den letzten 10 Jahren durch ihre Bildungsarbeit an den norddeutschen Küsten Erfahrungen sammeln können.  

Inzwischen hat Dorum-Neufeld ein anderes Gesicht bekommen. Die meisten alten Häuser sind abgerissen, Hotels und Ferienwohnungen entstanden. Es gibt kaum noch Landwirtschaft und die Menschen leben weniger vom Krabbenfang als einst. Die Schönheiten der Natur und die idyllische Atmosphäre haben sich nicht verändert. Wer wirklich einmal Ruhe und Frieden sucht, dem bietet sich ein Aufenthalt in Dorum-Neufeld jenseits der Saison an. Dann sind ausgedehnte Spaziergänge in den Salzwiesen und durch das Watt möglich, ohne dass man einem Menschen begegnet.

http://www.carmenerlenbach.de

 

ursprüngliches Wunschobjekt „Allersche Stiftung“

Unsere Bestrebungen, eine Küstenakademie zu gründen, wurden konkreter, als 2001/02 das ehemalige Altenheim ,,Allerschen Stiftung“ leerstand. Der fast 150 Jahre alten Backsteinbau liegt am Ortsausgang Dorums idyllisch zwischen Weiden und Obstwiesen, eingerahmt von der Ausfallstrasse und der Bahnlinie.  

Das Gebäude mit seinen 60 Zimmern auf 3 Etagen beeindruckt durch seine Größe. Vor wenigen Jahren bekam es einen behindertengerechten Zugang über einen Aufzug. Die zugehörige Scheune und das Gartenhaus wollten wir als Bade-/Saunahaus nutzen. Weitere Wiesenflächen auf dem ca. 13.000 Quadratmeter umfassenden Grundstück hätten es ermöglicht, einen Gemüse- und Bauerngarten im alten Stil zu realisieren.

Sieben Zimmer und zwei große Räume im Erdgeschoss, eine Grossküche und ausreichend Platz für Park- und Fahrradstellplätze hätten einen Seminarbetrieb, Bildungsurlaube und auch größere Veranstaltungen erlaubt.

 

Mauschelei oder ordnungsgemässes Bieterverfahren

Obwohl unser Trägerverein für diese Liegenschaft im November 2002 ein Kaufgebot abgegeben hatte und unser Vorhaben in der Gemeinde auf reges Interesse stiess, wurde die „Allersche Stiftung“ vom Kreistag Cuxhaven einem privaten Investor überlassen, der dort Altenwohnungen erstellen will.

Das örtliche Sonntagsjournal kommentierte:


Mit dieser Vorgehensweise, die statt Transparenz nur für undurchsichtige Verstrickungen sorgt, tut sich die Politik keinen Gefallen. Je mehr Entscheidungen hinter verschlossenen Türen und im erlauchten Kreise gefällt werden, desto mehr erhärtet sich beim Bürger der Verdacht, dass Kungelei herrscht und Politiker sowie Verwaltungsspitzen eigennützig agieren.

Und der Verein zur Förderung einer Küstenakademie konkretisierte in einem Offenen Brief vom 9. Dezember 2002, dass diese


Entscheidung ... dem Kreis noch nicht einmal das  Optimum an Ertrag gesichert hat. ... 
Im übrigen wird  aus fachlicher Sicht angezweifelt, dass weitere Altenwohnungen gerade in dieser Kommune angenommen werden - es besteht bereits ein grosses Angebot. 
 

 

Kontakt

Wir freuen uns über Ihre Nachfragen und Hinweise:

Förderverein Küstenakademie

Tel.: 015208974937
eMail: wdklein@natuerlich-reisen.de

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